KOMPLEMENTÄRMEDIZIN
Mikronährstoff Therapie / Homöopathie
HINWEIS: Eine Mikronährstoff Therapie sollte niemals ohne eine Beratung durch einen erfahrenen Orthomolekulartherapeuten erfolgen, da sie individuell und situationsgerecht zugeschnitten werden muss!
In enger Abstimmung mit meinem behandelnden Heilpraktiker, einem Experten für ortho-molekulare Medizin sowie biologische Krebsnachsorge, habe ich - unter Berücksichtigung meiner Schilddrüsen-Erkrankung (Hashimoto Thyreoiditis) - begleitend eine Mikronährstoff- und Immuntherapie durchgeführt, die ich hier als Anschauungsbeispiel dokumentieren möchte.
Homöopathie zur OP
Vor der OP habe ich eine Gabe (2-3 Globuli) Arnica C 200 eingenommen. Gegen den Anästhesie-Karter gab es nach dem Aufwachen eine Gabe Nux vomica C 30 und anschließend eine Gabe Staphisagria C 200 zur besseren Heilung der Schnittwunden.
Mein TAGESPLAN WÄHREND der Chemotherapie
Als Basisprodukt verwendete ich anfangs die Orthomol Immun Kapseln - wegen des Hashimotos jedoch ohne die Jod-Tablette. Dann habe ich festgestellt, dass die Orthmol Kapseln nicht glutenfrei sind. Deshalb verwendete ich stattdessen ein jod- und glutenfreies Produkt aus den USA: Metabolic Co-Factor zu beziehen über www.OM-products-europe.com bzw. DeltaStar Nutrients NL.
MORGENS
| Selen | 300 Mikrogramm | Natrium-Selenit darf nicht gemeinsam mit Vitamin C eingenommen werden (gegenseitige Wechselwirkung, wobei beide unwirksam werden), ebenso sollte die gemeinsame Einnahme mit anderen Spurenelementen (Zink, Mangan, Chrom) vermieden werden. Positiver Nebeneffekt: Es gibt Publikationen, wonach eine Selen-Zufuhr die Hashimoto spezifischen Antikörper (TPO-AK und TG-AK) senken kann. |
| Regacan | 1 Tablette | Zur Stimulation der Killerzellen. Zutaten:(1-3),(1-6)-b-D-Glucane aus Saccharomyces cerevisiae, Maitakepulver, Cellulose, Zink-D-Gluconat, Natriumcarboxymethylcellulose, Magnesiumstearat, Siliciumdioxid) |
| L-Carnithin | 250 mg | Fänger freier Radikale zum Schutz des Herzens unter der anthrazyklinhaltigen Chemo sowie Herceptin. |
| Vitamin E | 400 I.U. | Als Radikalfänger im Zusammenspiel mit dem Selen. |
| Multivitamine (v. Orthomol Immun) | 1 Tablette | |
| Spurenelemente (v. Orthomol Immun) | 1 Tablette | |
| Vitamin B 100-Komplex | 1 Tablette | Zur Vorbeugung etwaiger Neuropathien (Nervenstörungen) durch Taxotere. |
| B-5 Pantothensäure | 1 Tablette | Zur Vorbeugung etwaiger Hautreizungen durch Taxotere. |
MITTAGS
| Regacan | 1 Tablette | Zur Stimulation der Killerzellen. Zutaten:(1-3),(1-6)-b-D-Glucane aus Saccharomyces cerevisiae, Maitakepulver, Cellulose, Zink-D-Gluconat, Natriumcarboxymethylcellulose, Magnesiumstearat, Siliciumdioxid) |
| L-Carnithin | 250 mg | Fänger freier Radikale zum Schutz des Herzens unter der anthrazyklinhaltigen Chemo sowie Herceptin. |
| Co-Enzym Q10 | 400 mg | Fänger freier Radikale zum Schutz des Herzens unter der anthra-zyklinhaltigen Chemo sowie Herceptin. |
| Vitamin-C | 1 Tablette | Als Radikalfänger im Zusammenspiel mit dem Selen. |
ABENDS
Regacan 1 Tablette Vitamin-C Ester-C 500 mg Als Radikalfänger im Zusammenspiel mit dem Selen. Carotinoide/ Vitamin E Zink 15 mg Kalium-Magnesium-Asparat 125 mg Kalium Prophylaxe zum Schutz des Herzens unter der anthrazyklinhaltigen Chemo sowie Herceptin.
(v. Orthomol Immun)
(v. Orthomol Immun)
+ 125 mg Magnesium
NACHTS
Bromelain | 500 mg | Soll das Andocken eventueller Metastasenzellen verhin-dern bzw. die unter einer Fibrinschicht liegenden Metas-tasenzellen enttarnen. Die Einnahme muss drei Stunden nach der letzten und mind. eine Stunde vor der nächsten Nahrungsaufnahme erfolgen, um das Enzym zum gewünschten Einsatz zu bringen. Zur Enzymtherapie siehe auch Dr.med. Karl Konrad Windstosser oder Gesellschaft für Biologische Krebs-abwehr e.V. |
Ergänzend erfolgte täglich eine subkutane Injektion mit Milzpetiden zur Stärkung des Immunsystems. Eine Misteltherapie war wegen der Hashimoto Thyreoiditis contraindiziert.
Darüber hinaus wurde im Vorfeld einer jeden Chemotherapie eine Hochdosis Selen intravenös verabreicht, d.h. am Vortag der Chemo eine Selen-Infusion von 1.000 Mikro-gramm und am Tag der Chemo 2 Tabletten, also 600 Mikrogramm. Darüber hinaus wird bedarfsweise Vitamin C infundiert.
Damit sollen die Nebenwirkungen der Chemo minimiert und das Immunsystem und damit die Selbstheilungskräfte gestärkt werden, was nach meinem Empfinden auch funktioniert (Nähere Infos in der PZ-Online - Suche im Archiv nach "Plädoyer für eine offene Pharmazie" von Christiane Berg). Im September 2005 veröffentlicht ein Team um den US-Wissenschaftler Qui Chen vom National Cancer Institute in Bethesda (US-Bundesstaat Maryland) seine Forschungsergebnisse, wonach Vitamin C bei in-vitro-Untersuchungen die Krebszellen gezielt abtötete, jedoch die gesunden Zellen unbehelligt ließ. Allerdings waren dazu sehr hohe Konzentrationen nötig. Um Krebspatienten auf diese Weise zu behandeln, müsste man das Vitamin daher intravenös spritzen. Die Forscher wollen nun mit ersten Versuchen an Krebspatienten beginnen.
Es sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass im schulmedizinischen Modell ein Teil der Wirkung von Chemotherapeutika auf der Freisetzung von freien Radikalen beruht. Aufgrund dessen raten einige konservative Onkologen von einer Einnahme von Radikalfängern während der Chemotherapie ab. Es gibt jedoch in-vitro-Untersuchungen aus dem Jahr 1996, wonach Vitamin C die Zytotoxizität von Cisplatin, Paclitaxel und Doxorubicin an humanen MammaCA-Zellen verstärkt anstatt vermindert. Darüber hinaus gibt es eine Studie an Patienten mit einem nicht-kleinzelligem Bronchialkarzinom, deren Ergebnisse in dieselbe Richtung weisen. Nähere Informationen hierzu sind in dem Artikel "Vitamin-C-Infusionen und begleitende Mikronährstofftherapie bei onkologischen Indikationen" von D.-R. Noschinski im Journal für Orthomolekulare Medizin 3 (2005) 255-264 zu finden (Die Ausgabe JoM 3/05 mit dem Thema Tumorerkrankungen ist für 12,90 zu beziehen über den Ralf Reglin Verlag).
Ein ständiger Begleiter während dieser Zeit wurde für mich das Buch Orthomolekulare Medizin von Uwe Gröber. Dadurch konnte ich erst einige Zusammenhänge genauer nachvollziehen. Wichtig ist es auch zu wissen, welche Stoffe zeitversetzt eingenommen werden müssen, damit sie sich nicht gegenseitig in ihrer Wirkung behindern, wie es z.B. bei Selen und Vitamin C der Fall ist.
Die durch die Bestrahlung drohende Hautreizung (Verbrennung) versuchte ich auch über die homöopathische Schiene zu reduzieren. Hierzu nahm ich morgens und abends jeweils 5 Globuli Causticum Hahnemanni D12 ein.
Anhand regelmäßiger Kontrollen meines Blutbildes und der Aktivität meiner natürlichen Killerzellen (NK-Zellaktivität) durch ein Speziallabor erfolgt bei Bedarf eine Anpassung meiner Mikronährstoff Therapie.
Während der Schwangerschaft wurde sie auf ein Minimum reduziert, um die Föten nicht zu gefährden. Meine tägliche Dosis 200 Mikrogramm Selen habe ich nach Abstimmung mit den verschiedenen Ärzten weiterhin eingenommen. Auch habe ich trotz meines Hashimoto während der Schwangerschaft und Stillzeit Jod eingenommen, damit sich die Schilddrüsen der Kinder richtig entwickeln. Und natürlich ist die Folsäure dabei gewesen.
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last page update - 2008-12-04